Der Zauber von Venedig, Italien

Venedig ist eine einzigartige Lagunenstadt, ein Ort von bezaubernder Schönheit und historischer Bedeutung, aber auch unverwechselbar und nicht mit irgendeiner anderen italienischen Stadt zu vergleichen. Ich war mittlerweile schon zum zweiten Mal dort.

Wir sind direkt vom Gardasee aus nach Venedig gekommen. Wir übernachteten im 5-Sterne-Hotel Baglioni Luna, das eine eigene Gondelstation hat und nur eine Minute vom Piazza San Marco entfernt liegt.

Zum ersten Mal war ich hier vor vielen Jahren. Es war Januar und ziemlich kalt draußen. In diesem Jahr waren dank (man kann es nicht anders ausdrücken) Corona nur wenige Touristen vor Ort und das Wetter war perfekt, denn es war sonnig und warm. Diese Stadt hat wirklich eine besondere Magie. Die prächtigen Gebäude, die Architektur, die Historie, die vielen schönen Brücken, Kirchen und natürlich die Kanäle, das Herz dieser Stadt. Man kann fast jede Ecke mit der Gondel, dem Boot oder zu Fuß erreichen. Es gibt auch eine Unmenge großartige Restaurants, exklusive Boutiquen, Galerien und Bars im Herzen der Stadt.

Welche Orte in Venedig sollte man unbedingt besuchen? Ich möchte die Bilder und Stationen teilen, die ich für mich gewählt habe.

Bildnachweis: © 2020 Da Cipriano- alle Rechte vorbehalten

Palazzo Ducale

Ein Stück Geschichte des Dogenpalasts

Als eines der schönsten und unmittelbar erkennbaren Gebäude Europas war der Dogenpalast (Palazzo Ducale) nicht nur der Sitz der Regierung während der Republik Venedig, sondern auch die Residenz des Dogen. Der erste Palast des Dogen war eine desolate, düstere Festung aus Holz mit massiven Verteidigungstürmen und dieses Kastell wurde nach mehreren Bränden in einen Palast im byzantinischen Stil verwandelt. Der heute zu sehende Palast wurde hauptsächlich im 14. Jahrhundert erbaut und die Fassade mit Aussicht auf die Piazzetta stammt aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Obwohl der Palast mittlerweile als Museum dient, wurden die Gemälde – anders als bei den meisten Museen – speziell zum Schmuck des Dogenpalasts geschaffen und nicht erst später ergänzt. Die Kunstwerke, symbolträchtige Schönheit und interessante Historie des Dogenpalasts machen ihn zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten für Touristen in Venedig.

Der Dogenpalast wurde wahrscheinlich zwischen dem 10. und 11. Jahrhundert auf dem Fundament eines befestigten zentralen Kerngebäudes errichtet. Dieser Kern setzte sich aus einem zentralen Bau mit Türmen in den Ecken zusammen, der eines der Meisterstücke der venezianischen Gotik bildete. Die erste Umgestaltung ließ der Doge Sebastiano Ziani im 12. Jahrhundert durchführen, der die Festung in einen eleganten Palast transformierte. Später im 12. Jahrhundert wurde eine neue Erweiterung realisiert.

Zwischen 1339 und 1342 während der Regierungszeit von Bartolomeo Gradenigo nahm der Palast nach und nach seine heutige Form an. Der Doge Francesco Foscari erweiterte den Palast im Jahr 1424 seitlich zur Basilika von San Marco hin. 1442 fügten die Baumeister Giovanni Bon und Bartolomeo Bon die Porta della Carta hinzu. Der Innenteil beherbergte die Wohnräume des Dogen und wurde vom Baumeister Antonio Rizzo nach dem Feuer im Jahr 1483 gebaut. Während des 16. Jahrhunderts gab es mehrere verheerende Brände, die sich mit Neugestaltungen und Verschönerungen abwechselten. Dazu zählen die “Scala dei Giganti” (Die Treppe der Giganten) und die Erschaffung des größten Schatzes: die Kreuzigung von Tintoretto, das gemalt wurde, um ein im Feuer beschädigtes Wandgemälde zu ersetzen.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts ergänzte der Baumeister Antonio Contin die “Prigioni Nuove” (Neuen Gefängnisse) jenseits des Kanals und verband sie mit dem Palast über die Seufzerbrücke, über die die Verdammten auf ihrem Weg in das neue Gefängnis gehen mussten. Nach dem Fall der Republik Venedig 1797 wurden im Palast die Verwaltungsbüros aufgenommen. Das Gefängnis, das aufgrund der Dachabdeckung “i Piombi” (die Bleikammern) genannt wurde, behielt seine alte Funktion. Nach der Annektierung von Venedig durch das Königreich Italien durchlief der Palast mehrere Restrukturierungen bis zum Jahr 1923, in dem er eines der bedeutendsten Museen in Venedig werden sollte. Quelle

Dogenpalast Venedig
Eines der schönsten und am leichtesten erkennbaren Gebäude Europas, der Dogenpalast.

Ponte Rialto

Ein weiteres Wahrzeichen Venedigs: die Rialtobrücke

Die Rialtobrücke, italienisch Ponte di Rialto, ist eine Steinbogenbrücke über den engsten Punkt des Canal Grande im Herzen Venedigs. Die Ende des 16. Jahrhundert gebaute Rialtobrücke ist die älteste Brücke, die über den Kanal führt, und sie gilt als architektonische und technische Meisterleistung der Renaissance-Ära. Entworfen und gebaut wurde sie von Antonio da Ponte und seinem Neffen Antonio Contino im Anschluss an einen Gestaltungswettbewerb in der Stadt.

Rialtobrücke, Venedig

Die erste Brücke an dieser Stelle, die als Ponte della Moneta bekannt war, war eine Pontonbrücke aus Holz, die 1178 von Nicolò Barattieri konstruiert wurde. Die Struktur wurde 1255 und 1264 neu errichtet und nach einer Reihe von Einstürzen wurde sie schließlich durch die Rialtobrücke ersetzt, um einen besseren Zugang zu Rialto zu haben, dem wichtigsten Handelsplatz von Venedig. Die Brücke war bis in die 1850er-Jahre der einzige Kanalübergang als festes Bauwerk; davor wurden Überquerungen von Fußgänger an anderen Stellen mithilfe von Gondelfähren durchgeführt.

Die Rialtobrücke besteht aus einer einzelnen Steinbogen-Überspannung. Diese stützt eine breite rechteckige Bauform und trägt zwei Arkaden-Widerlager, die in drei Straßenführungen münden. Der niedrigere Brückengurt weist eine Länge von nur 25 Metern (83 Fuß) auf, während die Breite 20 Meter (66 Fuß) beträgt. Um den breiten Steinbogen im weichen Schwemmlandboden zu unterstützen, wurden 6.000 Holzpfähle unter jeden Widerlagerpfeiler gerammt und die Lagerfugen der Steine wurden lotrecht zum Druck des Bogens platziert. Quelle

Ponte dei Sospiri

Die berühmte Seufzerbrücke (italienisch: Ponte dei Sospiri) ist eine überdachte und in sich geschlossene Brücke über den Rio di Palazzo uns sie verbindet den Dogenpalast mit dem Gefängnis von Venedig.

Die berühmte Seufzerbrücke (italienisch: Ponte dei Sospiri) ist eine überdachte und in sich geschlossene Brücke über den Rio di Palazzo uns sie verbindet den Dogenpalast mit dem Gefängnis von Venedig. Im Dogenpalast war das Gericht untergebracht und deshalb wurde die Brücke hauptsächlich von Gefangenen benutzt. Entweder, um zur Gerichtsverhandlung zu gelangen, oder um nach dem Urteilsspruch mit einem Seufzen einen letzten Blick auf die Lagune zu werfen. Dies konnte auf zwei Wegen geschehen, die durch eine Mauer getrennt sind.

Sie wurde zwischen 1600 und 1603 gebaut und ist von außen viel schöner als von innen. Ein Besuch ist in Verbindung mit dem Dogenpalast möglich und macht Sinn, denn Sie können auch das Gericht und das neue Gefängnis dabei besichtigen. Übrigens war der berühmteste, über die Brücke geführte Gefangene Casanova. Er ist auch der einzige, dem die Flucht gelungen sein soll – zumindest berichtet er in allen Einzelheiten davon in seinen Erinnerungen.

Wenn Sie die Seufzerbrücke nur von außen ansehen möchten, sollten Sie dies von der Ponte della Paglia aus tun. Allerdings muss man hier immer mit größeren Menschenansammlungen rechnen.

Die Seufzerbrücke ist das erklärte Ziel vieler Paare, die sich bei einer traditionellen Fahrt in einer venezianischen Gondel unter der Seufzerbrücke küssen und so ihre ewige Liebe besiegeln, vorausgesetzt, dass dieser Kuss bei Sonnenuntergang geschieht.

Ponte dei Sospiri, Venedig

Teatro La Fenice

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Für Opernliebhaber ist ein Besuch des Opernhauses La Fenice ein Muss. Ein Besuch ist auch für Nicht-Opernliebhaber sehr interessant. Die einmalige Architektur inspiriert jeden und diese zu sehen, wird Ihren Aufenthalt in Venedig zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Bei einer Besichtigung, bei der Sie die Stuck- und Goldarbeiten dieser prestigeträchtigen Einrichtung bewundern, entdecken Sie mehr über die Geheimnisse des Theaters und seine Stars und können seine Geschichte von den Anfängen bis heute verfolgen. Der Name La Fenice (Der Phönix) ist eine Referenz an das frühere Opernhaus, das im Jahr 1774 niedergebrannt ist. Die Geschichte sollte sich 1836 und noch einmal 1996 wiederholen, als das wunderschöne goldverzierte Theater bei einem mysteriösen Großbrand in Asche verwandelt wurde. Zwei Elektroingenieure, die offensichtlich bei Renovierungsarbeiten in Verzug geraten waren, wurden der Brandstiftung für schuldig befunden. Venedig ohne La Fenice war undenkbar und internationale Spenden wurden aufgebracht, die den Bau einer € 90-Millionen-Rekonstruktion ermöglichten, die schließlich Ende 2003 wiedereröffnet wurde. Einige Kritiker hatten sich allerdings für ein Avantgarde-Konzept von Gae Aulenti stark gemacht, aber nichtsdestotrotz war die Aufführung von La Traviata zur Wiedereröffnung eine Sensation.

Das Theater beherbergt eine Maria Callas Ausstellung, die ihre Jahre in Venedig zum Schwerpunkt hat. Erfahren Sie hier mehr…

Maria Callas Abschiedskonzert 1973

Basilica Santa Maria della Salute

…ist eine der bekanntesten in Venedig, denn ihre Kuppel ist von der ganzen Stadt aus sichtbar. Sie wurde erbaut, um das Ende der Pest in der Stadt im Jahr 1631 zu feiern.

Santa María della Salute ist eines der bedeutendsten religiösen Bauwerke in Venedig. Die markante Kuppel ist auf den meisten Postkarten von der Stadt abgebildet.

Der Grundstein zu Salute, wie sie allgemein genannt wird, wurde im Jahr 1631 gelegt. Die Basilika wurde gebaut, um dem Ende eines schrecklichen Pestausbruchs zu gedenken, der 1630 begann und einen großen Teil der venezianischen Bevölkerung dahinraffte. Sie ist der Heiligen Madonna der Gesundheit (italienisch: Salute) geweiht.

Der Architekt Baldassare Longhena wurde mit der Planung der Kirche beauftragt und er war auch für den Bau des Ca’ Rezzonico verantwortlich. Der Bau von Santa Maria della Salute dauerte 56 Jahre und wurde im Jahr 1687 abgeschlossen.

Basilica della Salute Venezia bei Nacht
Santa Maria della Salute liegt auf der dem St. Markusplatz gegenüberliegenden Seite des Canal Grande, neben der Dreiecksspitze des Stadtteils Dorsoduro.

Ausstattung

Das Innere der Basilika ist achteckig mit kleinen Kapellen auf jeder Seite des Bauwerks. Obwohl die Kirchenausstattung relativ schlicht gehalten wurde, gibt es mehrere beeindruckende Gemälde von Tizian und Tintoretto.

Das prachtvollste Gemälde ist unter dem Namen “Hochzeit zu Kana” von Tintoretto bekannt. Es befindet sich in der Sakristei. Quelle

Basilica della Salute Venezia
Santa Maria della Salute liegt auf der dem St. Markusplatz gegenüberliegenden Seite des Canal Grande, neben der Dreiecksspitze des Stadtteils Dorsoduro.

Venedigs Kanäle

Venedig befindet sich an der Küste in einer Lagune und ist deshalb oft von starken Schwankungen des Wasserstands betroffen, was wiederum zum “Acqua Alta” – einer Flut, die die gesamte Stadt überschwemmt – und zum gegenteiligen Phänomen des “Aqua Bassa” führt, das die Navigation in den niedrigeren Kanälen erschwert.

Um Venedig aus allen Blickwinkeln zu erleben, ist es sehr empfehlenswert, an einem Tag eine Kanalrundfahrt zu buchen, die durch den Canal Grande und die Seitenkanäle führt.

Gondeln und die Gondoliere

Was wäre Venedig ohne seine Gondeln? Das Bild der Kanäle wird geprägt von den Gondoliere und mit ein wenig Glück trifft man sogar auf einen singenden Gondoliere auf dem Canal Grande.

Besucher, die es sich leisten können, sollten sich dieses unvergessliche Erlebnis auf jeden Fall gönnen. Die perfekt gekleideten Gondoliere mit ihren Strohhüten steuern die Gäste mit ihren Gondel-Schmuckstücken durch die stillen Kanäle zwischen den Palästen der Stadt, wobei sie sich hinunterbeugen müssen, um sich an den niedrigen Brücken nicht den Kopf zu stoßen.

Jede Gondel wird von örtlichen Handwerkern handgefertigt und reich verziert. In der Vergangenheit waren die Gondeln farbenfroh koloriert und prachtvoll, allerdings ist dies heute nicht mehr erlaubt. Deshalb werden alle Gondeln heute schwarz lackiert. Betrachtet man die Gondeln ganz genau, fällt auf, dass sie nicht symmetrisch sind, sondern dass der Heckbereich leicht gebogen ist. Dadurch wird es einfacher für die Gondoliere genau geradeaus zu steuern.

Markusdom

Eine kurze Historie des Markusdoms

Der Markusdom wurde bereits im 9. Jahrhundert erbaut. Er wurde errichtet, um die Gebeine des Evangelisten Markus aufzubewahren, die von venezianischen Händlern aus Ägypten eingeschmuggelt wurden. Das ursprüngliche Bauwerk brannte 932 bis auf die Grundmauern ab, wurde jedoch wieder aufgebaut, um zu dem großartigen Dom zu werden, der heute in der ganzen Welt bewundert wird. Dieses neue Gebäude ist aus Schichten von weißem Marmor errichtet, die aus dem Nahen Osten beschafft wurden. Oft wird gesagt, dass die von uns heute bestaunte Basilika eine kosmopolitische Version des Originals sei. Sie weist auch verschiedene Elemente aus der byzantinischen Baukunst auf, wodurch sie außergewöhnlich erlesen wirkt. Das Gebäude ist bekannt für seinen Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes und für die Verwendung einer beträchtlichen Menge Gold bei jedem Anziehungspunkt im Gebäude. Aus diesem Grund wird der Markusdom oft als die Goldene Basilika bezeichnet.

Im Inneren des Markusdoms

Der in Form eines griechischen Kreuzes ausgelegte Markusdom zeichnet sich durch wundervolle Marmorintarsien auf dem Boden aus, die in einem geometrischen Muster zusammen mit Tiermotiven angeordnet sind. Allein der Innenbereich zeigt 8000 qm Mosaike mit Goldgrund an den Wänden und Decken. Es wird erzählt, dass die eingesetzten Mosaike ausreichen würden, um über eineinhalb amerikanische Football-Felder abzudecken. Unten sind die Höhepunkte des Innenbereichs der Basilika aufgeführt, die man auf keinen Fall verpassen sollte! Quelle

Markusdom, Venedig
Die Markusbasilika befindet sich auf dem Markusplatz (Piazza San Marco) in Venedig.
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Die Markusbasilika befindet sich auf dem Markusplatz (Piazza San Marco) in Venedig. Nachtsicht.